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Vorreiter beim Holzbau: Fertighäuser
Fast jedes fünfte neu genehmigte Ein- und Zweifamilienhaus ist hierzulande ein Fertighaus. Wenn es um umweltfreundliche Bauweisen geht, spielen sie ihre Stärken aus. Denn Fertighäuser bestehen maßgeblich aus dem natürlichen Baustoff Holz.
Hinter der verputzten Fassade dieses Fertighauses steckt zum Großteil Holz
Bild Nr. 6291, Quelle: WeberHaus/BHW Bausparkasse
Holz atmet. Es reguliert die Luftfeuchtigkeit, indem es Wasser aufnimmt und abgibt. Das sorgt für ein gesundes Wohnklima. Zudem dämmt Holz sehr gut. Im Sommer schützt es vor Überhitzung, im Winter verhindert es Wärmeverlust. Und das spart Heizkosten. „Immer mehr Baufamilien entscheiden sich für gesunde Baustoffe und umweltfreundliche Bauweisen. Für sie ist das Fertighaus eine attraktive Option“, sagt Thomas Mau von der BHW Bausparkasse. Einige Hersteller bieten Öko-Fertighäuser ab 300.000 Euro an.
In 23 Sekunden nachgewachsen
Auch die Umwelt profitiert von den Häusern aus vorgefertigten Holzteilen. Denn Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Für ein Fertighaus mit 140 Quadratmetern Wohnfläche werden durchschnittlich 30 Kubikmeter Holz verwendet, meist Fichte. In gerade mal 23 Sekunden ist diese Holzmenge im deutschen Wald nachgewachsen.
Fertighäuser im 19. Jahrhundert
Die Fertighaus-Idee ist bereits mehr als hundert Jahre alt. Als Vorreiter gelten die sogenannten Wolgast-Häuser auf der Insel Usedom, die aus Holzteilen zusammengesetzt wurden. Schon damals zeigte sich: Holz ist sehr stabil und eignet sich ideal für den schnellen Hausbau. Ein Wolgast-Haus wurde sogar 1893 nach Chicago verschifft und auf der Weltausstellung gezeigt.
Rundherum aus Holz
Ob komplettes Niedrigenergiehaus oder kleiner Bungalow – charakteristisch bei Fertighäusern ist, dass die tragende Konstruktion aus Holz besteht. Holz wird für den Dachstuhl verwendet sowie für Innen- und Außenwände. Auch die Fassade lässt sich hervorragend mit Holz verkleiden, und sogar für die Dämmung kommt Holz in Form von Holzfasern zum Einsatz.