Jung ins eigene Haus – klappt das?

BHW Mediendienst 2/2024
Wer ein Haus baut oder kauft, ist um die 40 Jahre alt – im Durchschnitt. Ob Menschen mit Eigenheimwunsch das Projekt letztendlich im Alter von 30 oder 50 Jahren angehen, hängt von der finanziellen Lage, den Lebensumständen und persönlichen Zielen ab. Wirtschaftlich spricht vieles für den frühzeitigen Kauf.

Junges Wohnen: ist die Zeit schon reif für die eigenen vier Wände?
Bild Nr. 6654, Quelle: Inter IKEA Systems B.V. / BHW Bausparkasse

Ist die Zeit reif für den Er­werb ei­ner Wohn­im­mo­bi­lie? Die Ant­wort fällt bei jun­gen Men­schen mit En­de 20 un­ter­schied­lich aus. Nicht je­der oder je­de will oder kann sich an ei­nen Wohn­ort bin­den. Man­che le­ben nicht in ei­ner fes­ten Be­zie­hung, an­de­re be­stel­len das Auf­ge­bot für die Hoch­zeit. Das Ein­kom­men hat bei ei­ni­gen ein gu­tes Ni­veau er­reicht, an­de­re be­gin­nen ge­ra­de ih­re Kar­rie­re.

Mie­ten statt kau­fen?

Für vie­le jun­ge Deut­sche ist ei­ne Miet­woh­nung da­her zu­nächst die na­he­lie­gen­de Op­ti­on. Die Brut­to­kalt­mie­te je Qua­drat­me­ter liegt bun­des­weit durch­schnitt­lich bei rund neun Eu­ro – für ei­ne Woh­nung mit 70 Qua­drat­me­tern sind al­so mo­nat­lich rund 630 Eu­ro zu über­wei­sen. „Die­se Sum­me könn­te man auch als Grund­stock für die Fi­nan­zie­rung ei­ner ei­ge­nen Im­mo­bi­lie ver­wen­den“, sagt Holm Breit­kopf von der BHW Bau­spar­kas­se.

Knack­punkt Ei­gen­ka­pi­tal

Die Not­wen­dig­keit, 20 bis 30 Pro­zent an Ei­gen­ka­pi­tal in ei­ne Fi­nan­zie­rung ein­zu­brin­gen, ist für vie­le oft ei­ne ho­he Hür­de. „Jun­ge Men­schen soll­ten sich die Zeit neh­men und sys­te­ma­tisch Ka­pi­tal auf­bau­en“, rät der BHW Ex­per­te. Da­bei hel­fen För­de­run­gen, wie zum Bei­spiel die Woh­nungs­bau­prä­mie und die Ar­beit­neh­mer­spar­zu­la­ge auf ver­mö­gens­wirk­sa­me Leis­tun­gen vie­ler Ar­beit­ge­ber. Sie kön­nen in ei­nen Bau­spar­ver­trag flie­ßen. Da­mit si­chert man sich den An­spruch auf ein zins­güns­ti­ges Dar­le­hen. Und der Bau­spar­ver­trag wird von der Bank als Ei­gen­ka­pi­ta­ler­satz ak­zep­tiert.

Kos­ten­brem­se

„Wer über aus­rei­chend Ei­gen­ka­pi­tal ver­fügt, hat bes­se­re Chan­cen auf güns­ti­ge­re Kon­di­tio­nen für ein Dar­le­hen“, be­tont Breit­kopf. Durch den nied­ri­ge­ren Zins­satz sinkt zu­dem die mo­nat­li­che Be­las­tung. Wer den Spiel­raum hat, er­höht die mo­nat­li­che Til­gung, ist am En­de schnel­ler schul­den­frei und senkt so­mit die Ge­samt­kos­ten der Fi­nan­zie­rung. Ein wei­te­rer Bau­stein ist die so­ge­nann­te Ei­gen­leis­tung. Ban­ken er­ken­nen oft bis zu 15 Pro­zent der Ge­samt­kos­ten an, wenn man beim Haus­bau oder der Sa­nie­rung ei­ner ge­kauf­ten Im­mo­bi­lie selbst mit an­packt.

Weitere Informationen

Kontakt

Iris Laduch
BHW Bausparkasse